Sünde
„Und als die Frau erkannte, wie lecker die Äpfel waren, die da an dem Baum hingen, und sie auch bemerkte, das der Apfel sie schlau und intelligent machen würde, pflückte sie einen, biss einmal kräftig rein und gab ihnen dann ihrem Mann. Der biss auch gleich zu… Darum schmiss sie Gott aus dem Garten Eden raus, sie sollten ab jetzt alleine klar kommen und für sich selber sorgen.“ (1. Mose 3, 6+7)
Es hätte so schön sein können. Gott und die Menschen zusammen in einem Garten, keine Dunkelheit mehr, nie mehr frieren, nie mehr hungern.
Wenn da nicht plötzlich ein großes Problem dazwischen gekommen wäre: Die Sünde.
Sünde kommt von dem Deutschen Wort Sund. Ein Sund ist ein tiefer Graben, den man nicht so mal eben überspringen kann. Wer da runter fällt, der krepiert. Sünde und Gott geht nicht zusammen, dass ist wie Feuer und Wasser, wie Tag und Nacht, wie Bayern und St. Pauli. Sünde trennt dich von Gott.
Und da wo Gott nicht ist, das ist auch keine Leben! Da fehlt die Hoffnung, da gibt es keine Heilung, da trösten dich keiner. Dieser Ort heißt auch Hölle. Wir Menschen haben es verbockt, so erzählt uns die Bibel. Aus irgendwelchen Gründen haben wir uns dafür entschieden, vom Apfel zu essen und Gott nicht zu vertrauen, dass dieser Apfel nicht gut für uns ist. Gott liebt die Menschen über alles, aber er hasst die Sünde. Er möchte uns ganz nahe an sich dran haben, und darum findet er Sünde einfach zum kotzen.
Ich hab keine Ahnung wann du das letzte Mal von dem Apfel abgebissen hast. Mir passiert das immer wieder. Irgendwas in mir, vertraut Gott einfach oft nicht. Ich will manchmal nicht glauben, dass der Apfel mir wirklich Magenschmerzen macht, dass er nicht gut für mich ist. „Der sieht doch so lecker aus, Gott?!“ Sünde ist wie ein Krebsgeschwür. Es breitet sich im Leben aus, es wird immer größer, es zieht einen unaufhaltsam runter, immer tiefer, bis in den ewigen Tod. Hölle ist kein überdimensionaler Grill in der Unterwelt, wo Menschen geröstet werden. Hölle bedeutet ewiges getrennt sein von Gott, ewige Einsamkeit, ewige Dunkelheit, das ist Hölle.
Ich bin so froh, dass Jesus dieses Problem aus der Welt geschafft hat. Es hat ihn alles gekostet, sein Leben, seine Gemeinschaft mit Gott, es war sehr sehr hart für ihn. Er wurde zum Tod verurteilt, hingerichtet an einem Holzkreuz, wo er unter großen Schmerzen verblutet ist. Aber so konnte diese Trennung, dieser Sund, geschlossen werden. Jesus hat unsere Rechnung dadurch bezahlt, er hat es ermöglicht, dass wir mit Gott wieder klar kommen können. Durch Jesus ist die Tür zum Paradies wieder offen, und hinter dieser Tür fängt das Leben an. Ein gutes Leben, wo es keine Dunkelheit mehr gibt, wo wir nicht mehr frieren Müssen, wo es keinen Hunger mehr gibt.

